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Erdgeschichte live erleben
Wo ist es heute noch möglich, verschiedene
Epochen und Phänomene, die seit über 200
Mio. Jahren andauern, unmittelbar und in ihrer
ganzen Vielfalt zu erleben? Vielleicht in einem
Hollywood-Film oder einem Jules-Verne-Roman,
ganz sicher aber bei einem Ausflug auf die Schwäbische
Alb, dem unvergleichlichen Mittelgebirge im
Herzen Baden-Württembergs.
Vom Meer zum Festland und
zurück
Es geschah vor mehr als 200 Millionen Jahren,
am Ende des Keuper-Zeitalters:
das Meer ging zurück,
und dieses Mal sollte es für eine lange,
lange Zeit bleiben. Noch heute dokumentiert
eine kleine Keuperschicht, das sogenannte "Grenzbonebed",
den spannenden Wechsel vom Keuperfestland zum
Jurameer. Und mit etwas Glück findet sich
darin vielleicht ein Haifisch- oder gar ein
Saurierzahn.
Sonne, Meer und Saurier
Fast 200 Millionen Jahre ist es her, und dort,
wo heute die Schwäbische Alb das Landschaftsbild
Süddeutschlands prägt, erstreckte
sich damals ein Meer - das Jurameer. Circa 50
Millionen Jahre lang war, bis auf wenige Inseln,
ganz Europa davon überflutet. Es war tropisch
warm.
Meeresstrände und Wacholderheiden
Die Bahamas südlich von Stuttgart: ein
tropisches Meer mit Wassertemperaturen von 19
bis 23°C, Korallenriffe im Wasser, Palmfarne
und Ginkobäume am Land. Ein Paradies aus
der Tourismuswerbung in unserer unmittelbaren
Nähe? Heute nicht mehr in dieser Form,
aber vor 150 Millionen Jahren, im Zeitalter
des Weißjura, befand sich im Bereich der
Schwäbischen Alb ein solches tropisches
Meer.
Tönerne Füße
der Alb
Neben seinen beiden "Geschwistern", dem
Schwarz- und dem Weißjura, die durch Fossilfunde
weltberühmt wurden und als markante Steilstufe
die -eigentliche- Schwäbische Alb prägen, gerät
der unscheinbarere "kleine Bruder" Braunjura
leicht in Vergessenheit. Dabei hat auch er
einiges zu bieten.
GEOPARK Schwäbische Alb
Die Schwäbische Alb bietet wie wie kaum ein
anderes Mittelgebirge im Zeitraffer
nachvollziehbare, spannende Einblicke in die
erdgeschichtliche Entwicklung, von der
Saurierzeit bis in unsere Gegenwart.
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